mit Sicherheit - Der BDSW: Wer wir sind. Was wir bewegen.
Shownotes
„mit Sicherheit“ ist der Podcast des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW). Hier sprechen wir mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Sicherheitsbranche über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsthemen der privaten Sicherheitswirtschaft. Ob KRITIS, Fachkräftesicherung, Cybersicherheit oder Veranstaltungsschutz – wir ordnen ein, diskutieren und geben Einblicke in eine Branche, die für das Funktionieren unserer Gesellschaft unverzichtbar ist.
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00:00:05: Schon seit vielen Jahren ist Cornelia Oqpara für den BDSW tätig.
00:00:15: Sie hat in dieser Zeit die Verbandsarbeit in der Sicherheitswirtschaft maßgeblich mitgeprägt.
00:00:21: Die Volljuristin und Expertin für Tarifpolitik kennt den Verband, die Landesgruppen und viele der Mitgliedsunternehmen wie kaum jemand anderer!
00:00:30: Als Hauptgeschäftsführerin steht sie für Verlässlichkeit, Sachlichkeit und den Ausgleich unterschiedlicher Interessen.
00:00:38: Von ihr werden wir jetzt erfahren – was macht den BDSW aus?
00:00:43: Wie ist der Verband eigentlich entstanden?
00:00:45: Welche Leistungen bietet er für die Mitglieder?
00:00:48: Und welche Ziele verfolgt er?
00:00:56: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres BDSW-Podcasts und ich begrüße heute meine Gesprächspartnerin Erin Berlin.
00:01:03: Es ist Cornelia Oqpara, sie ist Hauptgeschäftsführerin des BDSSW... ja erst mal hallo!
00:01:10: Hallo Herr Luxemburger, ich grüße Sie recht herzlich aus Berlin.
00:01:13: Wie wichtig ist denn der Standort Berlin?
00:01:17: Wir sind vor mehr als zehn Jahren nach Berlin gezogen.
00:01:20: Damals war Bad Homburg noch Hauptgeschäftsstelle, wir haben das mittlerweile umgedreht.
00:01:25: Berlin ist im Aufbau ...
00:01:27: Ich hab gehört ihr habt das Team ja auch noch mal verstärkt durch den Volljuristen.
00:01:30: John Herthl.
00:01:31: Hat ja ganz den Anschein als ob bei euch beim BDSW Juristen sehr gefragt sind richtig?
00:01:37: Sie sind ja selbst Juristin!
00:01:39: Ja wir haben doch einige Juristen hier Luxemburger.
00:01:43: Es geht ja hauptsächlich darum dass die Juristen Tätigkeiten der Beratung wahrnehmen, den Mitgliedern gegenüber.
00:01:51: Wir machen ja auch Tarifpolitik, wir machen Tarifverträge in fünfzehn Landesgruppen und da ist einfach die Juristerei nicht wegdenkbar, Beratungen in tarifvertraglichen Fragen, gewerberechtlichen Fragen und alle anderen Fragen, die auch so in einem Unternehmen aufkommen.
00:02:09: Da ist der Jurist wirklich nicht weg
00:02:11: denkbar.".
00:02:12: Jetzt sind wir schon mitten im Thema drin.
00:02:14: Im Thema BDSW, im Thema Verband.
00:02:17: Dieser Verband hat ja eine unglaublich lange Geschichte!
00:02:20: Ich habe mich da mal eingelesen und das geht ja schon nineteenhundert-eins los.
00:02:24: Da ist er zum ersten Mal erwähnt.
00:02:25: dann kommt der Kölner Verband... ...der ist wirklich sehr spannend die Historie.
00:02:30: Ja, wir haben uns auch irgendwann mal – wir hießen ja früher mal Bundesverband der Wachungssicherheitsunternehmen.
00:02:36: Heute Bundesver Band der Sicherheitswirtschaft.
00:02:38: das hat natürlich auch einen Hintergrund.
00:02:40: Wir wollen nicht nur die Dienstleistungen vertreten sondern auch die Technikfirmen Denn mittlerweile ist es ja so, dass bei einer Sicherheitsdienstleistung Technik und Mensch unbedingt zusammengehören nicht mehr wegdenkbar sind.
00:02:54: Und das Ganze geht noch weiter voran.
00:02:56: Mittlerweile im Bereich IT- und Cybersicherheit.
00:03:00: auch dieses Portfolio bieten unsere Mitgliedsunternehmen an Und insofern mussten wir da umdenken, das ist auch gut gelungen.
00:03:09: Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft ist der Branchen-Verband.
00:03:13: Es gibt auch noch kleinere andere Verbände die aber wenn man es mal vergleicht nicht das anbieten was wir anbieden können.
00:03:21: Wir sind ja Wirtschafts- und Arbeitgeberverband.
00:03:24: Das bedeutet wir vertreten zum einen die wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen Die wir ver treten.
00:03:30: Wir sind aber auch Arbeitgebers Verband.
00:03:33: In der Funktion schließen wir eben Bundesweiterieverträge ab.
00:03:38: Sie sind ja schon sehr lange im Verband, ich glaube fast dreißig Jahre.
00:03:43: Was hat sich denn in der Zeit, in der sie dort sind strukturell verändert?
00:03:47: Sie haben gerade erwähnt dass die Aufgabenbereiche oder das Portfolio dieser Mitgliedsunternehmen sich unglaublich gewandelt hat weil die Gesellschaft sich auch gewandeln.
00:03:57: Wir wissen, by the way, dass nur noch ungefähr ein Viertel der Verbandsmitglieder überhaupt im klassischen Wach- und Sicherheitsdienst tätig sind.
00:04:07: Aber drei Vierteln sind andere Bereiche?
00:04:10: Was hat sich denn in dieser Zeit, in der sie dort sind verändert?
00:04:14: Zunächst mal muss man da glaube ich das unheimliche Wachstum des Verbandes ansprechen.
00:04:19: Wir hatten früher mal, als ich angefangen habe unter Luxemburgers sind schon über dreißig Jahre die ich im Verband bin jetzt mittlerweile mal zwehundert Mitgliedsunternehmen.
00:04:28: Im Prinzip ging es klassisch darum Tarifverträge abzuschließen Die Mitglieder in Rechtsangelegenheiten zu beraten und nebenher vielleicht mal ein bisschen Lobbyarbeit zu machen.
00:04:39: Ich glaube, das hat sich sehr umgedreht oder man möchte fast sagen die Lobbyarbeit und die wirtschaftlichen Interessen der Mitglieder zu vertreten nimmt genauso viel Raum ein wie die Tarifarbeit.
00:04:51: Beides ist wichtig für die Mitgliedsunternehmen denn man darf eines nicht vergessen sowohl bei den klassischen Dienstleistern die hauptsächlich die persönliche Dienstleistung anbieten ohne die Technik, ohne das Thema IT und Zeibersicherheit ist bei Ausschreibungen der Stundengrundlohn der Mitarbeitenden ein wichtiger Faktor.
00:05:12: Und deshalb ist Tarifarbeit nicht wegdenkbar.
00:05:15: aber wie Sie es gesagt haben diese klassische nur die klassischen Dienstleistung bieten gar nicht mehr so viele an.
00:05:22: Die Unternehmen mussten umstrukturieren mussten Umdenken denn der Auftrag Geber Der wollte Sicherheit aus einer Hand.
00:05:31: Der wollte nicht die persönliche Dienstleistung bei dem Auftragnehmer X und die andere bei der Auftragnahme Y, sondern alles aus einer hand.
00:05:41: also war es unerlässlich dass die Dienstleister umdenken mussten.
00:05:45: sie mussten beim thema Sicherheit und Technik dranbleiben.
00:05:50: Und vor allen Dingen auch große Auftraggeber, ich nehme jetzt mal die Bundeswehr, die schreiben mittlerweile Dienstleistungen im sogenannten Betreibermodell aus.
00:05:59: Das heißt der Auftrag Geber will sich um die Technik gar nicht mehr kümmern sondern der Dienstleister beschafft.
00:06:05: die technik stellt die Personen die die Sicherheit wahrnehmen und nur im Gesamtpaket ist das heute auf dem Markt noch vertretbar.
00:06:22: Wir reden hier auch von, wie Sie schon sagen eben, von sehr großen Kunden oder auch Verbänden.
00:06:27: Oder Bereichen von Flughäfen und der Bahn.
00:06:31: Das sind alles riesige Bereiche die es früher in dieser Form gar nicht gab im Sicherheitsgewerbe bzw.
00:06:37: sie waren da gar nicht integriert.
00:06:39: Sie haben schon angesprochen – die Gesellschaft wandelt sich!
00:06:41: Die Sicherheitsanforderungen wandeln sich wenn wir mal anschauen was gerade politisch geschieht.
00:06:49: Werner Landstorfer, der Präsident hat schon gesagt.
00:06:51: Es ist ein ganz großer Punkt die zivile Sicherheit also die Sicherstellung der Sicherheit der Bevölkerung.
00:06:58: Wie kommt denn da ihre Branche ins Spiel?
00:07:01: Ich glaube das ist ein entscheidender Faktor weil die staatlichen Behörden und Institutionen können das ja gar nicht mehr leisten wenn es um die Zivile sicherheit geht.
00:07:11: Absolut haben sie recht.
00:07:12: wir haben ungefähr drei hunderttausend Mitarbeitende in der branche.
00:07:17: Ohne uns wäre die Sicherheitsarchitektur in Deutschland gar nicht mehr aufrechterhaltbar.
00:07:22: Das weiß auch die Politik!
00:07:25: Und insofern werden wir mittlerweile – und das ist auch ein Schritt, wenn man in die Vergangenheit schaut.
00:07:31: Wir werden eingebunden in die Fragen der zivilen Sicherheit!
00:07:35: Wir werden bei neuen Strukturen und Gesetzgebungsverfahren eingebundet.
00:07:42: Das ist ein ganz wichtiger Punkt denn nur gemeinsam können wir die Sicherheit in Deutschland gewährleisten.
00:07:48: Nur gemeinsam mit den Behörden immer dabei dran zu denken dass wir keine hoheitlichen wahrnehmen, außer in Ausnahmefällen wie jetzt zum Beispiel an den Flughäfen wo uns auch hoheitliche Befugnisse übertragen werden.
00:08:02: Wir möchten das auch gar nicht.
00:08:04: aber wir können Polizei und wir können Bundespolizei von Einfachen Tätigkeiten entlasten.
00:08:12: Wir können diese übernehmen, damit die Polizei und die Bundespolizei Zeit hat für ihre Aufgaben – für ihre wichtigen Aufgaben!
00:08:20: Und das hat man erkannt.
00:08:22: Wir haben ja viele Kooperationsvereinbarungen in den Ländern mit der Polizei und da ist im Laufe der letzten Jahrzehnte eine Zusammenarbeit gewachsen und auch ein gegenseitiges Vertrauen.
00:08:35: Dazu kommt natürlich immer mal wieder, dass es Vorfälle gibt wie vor ein paar Jahren in den Flüchtlingsunterkünften wo dann negative Schlagzeilen kommen.
00:08:45: Aber im Großen und Ganzen läuft die Zusammenarbeit ganz hervorragend!
00:08:51: Und schwarze Schafe – das muss man auch sagen – gibt's in jeder Branche.
00:08:55: Die werden wir nicht verhindern
00:08:57: Die sind bei Ihnen aber nicht Mitglied.
00:09:00: Wer wollen Sie denn?
00:09:03: Wir haben ungefähr tausend Mitglieder im BDSW, es gibt ja so gut fünftausend Betriebe in Deutschland in der Branche.
00:09:11: Wen würden sie sich dann in Ihrem Verband noch wünschen?
00:09:14: Denn Wachstum ist ja nicht so verkehrt!
00:09:16: Auf jeden Fall Herr Luxemburger, wenn ich mir die Top-Fünfundzwanzig der Sicherheitsbranche anschaue.
00:09:22: Da fehlen uns genau noch zwei Unternehmen, die nicht im Verband sind, wobei wir auf mehrere Punkte auf jeden Fall achten.
00:09:33: Wir wollen nur unternehmen, die Tariftreuzahlen.
00:09:36: Wir wollen Unternehmen, wie sich an alle gesetzlichen Belange halten Und wir wollen am liebsten Unternehmen, die auch im Verband mitarbeiten.
00:09:45: Denn das ist ganz wichtig!
00:09:46: Wir sind eine kleine Verbandsgeschäftsstelle mit etwas über zehn Personen ohne die Mitarbeit im Verbannt und unsere aktuellen Fachausschüsse.
00:09:55: Wir haben vor einem Jahr den Facherschutz IT- und Zeibersicherheit gegründet.
00:10:01: Ohne die Perspektiven oder die Mitarbeitermitglieder würden wir überhaupt nicht arbeiten
00:10:07: können.".
00:10:08: Was sagen Sie denn?
00:10:10: Betrieben oder Unternehmen, die noch nicht im Verband sind?
00:10:13: Warum sollen sie in den Verband kommen?
00:10:16: Was sind so die wichtigsten Key Facts.
00:10:19: Was bietet der Verband diesen Unternehmen was ihnen vielleicht momentan noch fehlt aber wovon sie vielleicht auch gar nichts wissen?
00:10:28: Also wir bieten ein großes Portfolio an Dingen, die wir unseren Mitgliedern bieten.
00:10:33: Wir hatten schon eben mal besprochen das eine ist dass wir Tarifverträge in fünfzehn Landesgruppen abschließen.
00:10:39: dazu gehört dann auch, dass wir entsprechende Bescheinigungen ausstellen wie sich die tariflichen Erhöhungen auswirken.
00:10:47: Die Bescheidigung sind ganz wichtig zur Vorlage beim Kunden damit auch hier die Stundenverrechnung Sätze angepasst werden können.
00:10:55: In dem Zusammenhang ist wichtig die Bereiche zu den Tarifverträgen.
00:10:59: Tarif.
00:11:00: Verträge sind nicht immer auf den ersten Blick lesbar und deutbar, das heißt da braucht man den Juristen der dann mal hilft.
00:11:08: wir helfen auch bei anderen Rechtstreitigkeiten Kündigungsrecht Streitigkeiten eine Vertretung vor Gericht die können wir nicht bieten.
00:11:16: Prozessvertretungen Bei Bundesverbänden ist ja eher schwierig.
00:11:20: Wir müssten in sechzehn Bundesländer reisen und dort vor Gerichts stehen.
00:11:25: Das funktioniert nicht.
00:11:26: aber gerade im Vorfeld, die Beratung oder auch die Zusammenarbeit mit dem entsprechenden Anwalt der die Unternehmen dann vertritt ist ganz wichtig.
00:11:35: Dazu kommen aber die anderen Dinge.
00:11:37: wir begleiten hatten wir eben auch schon mal alle Gesetzgebungsverfahren die die Branche betreffen.
00:11:44: Wir bekommen Anhörungen!
00:11:46: Wir können Stellungnahmen abgeben und bevor wir solche Stellungnahme abgeben werden natürlich die Stimmen der Mitglieder abgefragt Was ist euch wichtig?
00:11:56: Was muss an solchen Gesetzen geändert werden oder an Gesetzgebungsvorhaben?
00:12:02: und weiterhin natürlich auch die Lobbyarbeit.
00:12:05: Ich glaube, ohne den Verband würde das Image der Branche heute nicht so sein wie es vor fünfzig Jahren eben noch nicht war.
00:12:15: Und das sind die Punkte, die wir bieten.
00:12:17: Daneben die vielen Fachausschüsse und Arbeitskreise, die Wir anbieten.
00:12:22: Wir sind da immer aktuell – ich habe es gesagt – IT- und Cyber-Sicherheit.
00:12:27: Wir haben den Fachauschuss drohnen.
00:12:29: Wir bieten Technik an!
00:12:31: Wir biten Ausbildung, Fachaushaltsschutz, Bundeswehr, früher mal kerntechnische Anlagen.
00:12:36: Das ist ja eher so ein bisschen im Aussterben.
00:12:39: Da gibt's nur noch den Rückbau.
00:12:41: Wir sind da immer auf der Höhe der Zeit, versuchen mit der Zeit mitzugehen und überall können die Mitglieder mitarbeiten.
00:12:48: Daneben bieten wir Online-Seminare an einmal zu rechtlichen Fragen aber auch zu anderen aktuellen Fragen.
00:12:55: jetzt ist zwei Umsetzung.
00:12:58: hier bieten wieder Hilfen an.
00:13:00: Wir haben auch Handreichungen zum Thema Musterverträge ein sehr gutes Portfolio, was der Verband Mitgliedern anbieten kann.
00:13:13: Wir hören da auch gerne immer rein in die Mitgliedschaft und nehmen uns da neuer Dinge
00:13:17: an.".
00:13:27: Wie ist da die Kommunikation der Austausch?
00:13:34: Weil ich kann mir vorstellen, eine Sache ist natürlich die Institution und die andere Sache ist man kennt sich.
00:13:40: Und man tauscht sich aus und es sind ja auch Menschen hier bei der ganzen Geschichte im Spiel.
00:13:44: dieser menschliche Faktor das heißt man redet miteinander sagt ja auch mehr Werner Landstorfer besser zusammen aber auch mit den Gewerkschaften.
00:13:51: Es ist wichtig zusammenzuarbeiten und nicht gegeneinander.
00:13:54: Ich denke mal dass da eine Zusammenarbeit gewachsen ist.
00:13:57: über die Jahre.
00:13:58: Ist das richtig
00:13:59: Auf jeden Fall Herr Luxemburger, aber wir dürfen eines nicht vergessen.
00:14:02: Fünfzehn Tarifgebiete.
00:14:05: Ein Landfall Saarland ist eines deshalb nicht sechzehn wie die sechzen Bundesländer es menschelt das heißt man kann da gar keine pauschale Aussage treffen.
00:14:14: Es läuft in manchen Landesgruppen besser In manchen eben nicht so gut.
00:14:19: Die Austausche sind gut, die Gespräche sind gut und auch die Gesprächen auf der Bundesebene mitwerden.
00:14:25: Auch das ist ganz wichtig.
00:14:27: Wir werden von uns geführt und aktuell auch gerade wieder lassen wir die ganze Sache aufleben.
00:14:34: Wir suchen da die Zusammenarbeit – wir sehen uns als Partner auf Augenhöhe!
00:14:38: Und Sie haben es eben erwähnt?
00:14:40: Es ist eine
00:14:40: Sozialpartnerschaft?!
00:14:42: Da müssen beide Seiten immer wieder dran arbeiten.
00:14:45: Wir sind nicht immer eine Auffassung, wenn die Gewerkschaften eben im Sinne ihrer Mitarbeitenden zwei Euro Lohnerhöhung fordern – da können wir nicht mitgehen!
00:14:55: Man muss sich auf den Mittelweg treffen und man muss am Ende einer Tarifverhandlung sagen können für beide Seiten hat es ein bisschen weh getan aber wir können uns danach noch in die Augen schauen.
00:15:06: also das ist ja kein Krieg oder keinen Streitplatz, sondern einen Austausch der manchmal auch mit einem Streik einhergehen muss.
00:15:14: Einfach um ja dass die Gewerkschaft auch zeigen kann wir haben eine gewisse Mächtigkeit aber es ist ein Mitarbeiten auf Augenhöhe Und die Sozialpartnerschaft lassen wir auch nicht nur in Tarifverträgen und Verhandlungen aufleben.
00:15:29: Wir haben auch gemeinsame Projekte, wir arbeiten in den Bereichen zusammen wo wir gleiche Auffassung sind.
00:15:36: dann nenn ich mal das Thema Bundestariftreuegesetz.
00:15:39: da haben wir beide die Auffassung Das muss kommen!
00:15:43: Wir haben zusammen gearbeitet beim Thema Sicherheitsgewerbegesetz als wir eine Stellungnahme abgegeben haben und haben auch europäische Projekten die gemeinsam mit den Gewerkschaften bearbeitet werden.
00:15:53: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:15:56: Kann man vorstellen, dass da auch die Betriebsräte wahrscheinlich der Unternehmen stark eingebunden sind?
00:16:01: Vielleicht betrachten wir es mal so was bringt denn den Beschäftigten das Ganze?
00:16:04: und was den Arbeitgebern?
00:16:06: weil sie sind ja immer zwei Seiten aber doch dann am Ende an einem Tisch sitzen
00:16:10: Absolut.
00:16:10: Also den Arbeitgebern bringt es natürlich, dass die Tarifkommissionen bunt zusammengemischt sind.
00:16:16: große Unternehmen kleine Unternehmen jeder hat ein Mitspracherecht und im Vergleich zur Struktur des BDSW bei Mitgliederversammlungen hat in der Tarif Kommission jedes Mitglied auf der Seite der Arbeitgeber eine Stimme Egal wie groß oder wie klein es ist und das heißt schon, jeder hat das gleiche Mitspracherecht.
00:16:38: Das ist für die Arbeitgeber toll!
00:16:40: Für die Mitarbeitenden in der Regel ist die Tarifkommission natürlich aus Mitarbeitende der Betriebsräte zusammengesetzt.
00:16:47: auch die haben hier Mitsprache Rechte und können die Interessen der Mitarbeiter im Unternehmen mitbringen in die Tariferhandlungen.
00:16:56: Welchen Vorteil hat das Ganze?
00:16:57: Wir haben in unseren bundesweiten Ländertarifverträgen oft eine sogenannte allgemeinverbindliche Erklärung.
00:17:07: Das muss ich mal erklären.
00:17:08: kurz, normalerweise gilt ein Tarifvertrag immer nur zwischen den tarifschließenden Parteien, also dem Verband und der Gewerkschaft.
00:17:18: Wenn nicht Gewerksamtsmitglied ist hätte an sich gar keinen Anspruch auf die entsprechenden Bedingungen der Tarifverträge.
00:17:25: durch die allgemeinverbindliche Erklärung, die von einem Tarifausschuss des Landes ausgesprochen wird gelingt es uns dass sich alle Sicherheitsunternehmen an diese Tarif Verträge halten müssen.
00:17:37: das wird auch vom Zoll überprüft Und auch die Mitarbeiter haben dadurch einen individuellen Anspruch, das durchzusetzen.
00:17:47: Also es ist wirklich eine Win-win-Situation durch die allgemein verbindliche Erklärung, die uns sehr wichtig ist.
00:17:54: Ich höre aus Ihren Worten heraus dass Sie unglaublich tief in den Themen drin sind.
00:17:59: Das war jetzt eben das Thema Tarifverträge.
00:18:02: Es gibt aber auch andere Themen.
00:18:04: Ich habe das schon mitbekommen, wenn wir zum Beispiel beim Sicherheitstag sind.
00:18:08: Dann geht es um Themen wo man sagt okay ich bin Unternehmen, aber irgendwo hört's da bei mir auf mit dem Verständnis.
00:18:13: nehmen wir mal des Thema zb Drohnen ja?
00:18:16: Auch die rechtliche Situation.
00:18:17: Da gibts EU-Rech, da gibts deutsches Recht.
00:18:19: Wo stehe ich da überhaupt?
00:18:21: Ich kann mir vorstellen dass auch da der Verband Schützenhilfe leistet, dass der verband sagt ok Wir haben den Überblick!
00:18:27: Es gibt so unglaublich viele komplexe Geschichten auch rechtlicher sei... da haben wir den Überblick und wissen, wo wir momentan stehen.
00:18:34: Das heißt die Mitgliedsunternehmen können sich dann auch mit Ratsuchen an sie wenden.
00:18:41: Hier ist dieses und hier ist dieses zu beachten, wenn ihr zum Beispiel Drohnen einsetzen wollt.
00:18:46: Ist das richtig?
00:18:47: Ihr habt den Überblick so sehe ich das!
00:18:49: Herr Luxemburger, ich sage jetzt mal wir haben den Überblick und wenn wir ihn nicht haben versuchen wir ihn zu bekommen.
00:18:56: beim Thema Drohne es ist wirklich sehr speziell den überblick zu behalten drohen Abwehr, drohnen Einsatz und dann die ganzen rechtlichen Umgebungen dazu.
00:19:08: Und es ist da in dem Zusammenhang auch noch nicht alles wirklich geklärt.
00:19:12: aber natürlich wir versuchen hier immer den Überblick zu behalten zu bekommen.
00:19:17: Wir versuchen auch natürlich lenkend einzugreifen bei Dingen die noch nicht unbedingt juristisch und gesetzlich festgezurzt sind damit das positiv in unsere Richtung gehen kann.
00:19:29: Das ist ein Riesenvorteil für die Unternehmen, die uns anrufen können, die hier um Rat fragen können.
00:19:34: auf jeden Fall!
00:19:44: Wenn ich Chef eines Unternehmens bin, kann ich ja nicht bei Klingbeilein spazieren oder bei Dobrindt und sagen Moment mal wie is'n das?
00:19:52: Aber ihr könnt das schon...
00:19:53: Absolut, der Verband wird natürlich da als neutrale Stelle betrachtet.
00:19:58: Lobby-Arbeit machen wir, wie sind Lobbyist?
00:20:00: Wir sind im Lobbyregister eingetragen?
00:20:02: gar keine Frage.
00:20:03: aber es ist natürlich einfacher ein Termin eben in BMI oder in BMAS zu bekommen als Verband.
00:20:11: die geben keine Termine an Unternehmen raus.
00:20:14: dann kommen sie Kompleins Schwierigkeiten.
00:20:17: ganz logisch wir als verband sind da ganz weit vorne und wir nehmen die Anliegen mit.
00:20:24: Wir müssen bündeln, wir müssen gucken wo ist der größtmögliche gemeinsame Nenner?
00:20:29: und eines kann man auch nicht verhindern Herr Luxemburger das will ich noch nicht verschweigen es gibt auch unterschiedliche Meinungen in einem Verband und wir können eben immer nur die Gesamtmeinung vertreten und da mag es auch mal zu Unstimmigkeiten kommen die versuchen aber natürlich auch Ingesprächen in Sitzungen dann auszubügeln.
00:20:48: Ja, deshalb haben wir ja Demokratie und Föderalismus auch in dem Verband.
00:20:53: Vielleicht ein bisschen Ausblick?
00:20:55: Was wünschen Sie sich denn so jetzt fürs Jahr beziehungsweise für die nähere Zukunft gerade im Anbetracht der politischen Situation oder auch der sozialen Strukturen, die sich wandeln?
00:21:07: was wünscht sie sich als Verbandsgeschäftsführerin sowie ihren Verband?
00:21:12: Wo ist so die Zielsetzung, wo sie sagen okay wenn wir da hinkommen das ist unser next step dann sind wir schon mal gut dabei.
00:21:18: also was sind zu ihre ja sagen zwei drei Punkte wo Sie sagen da müssen wir jetzt arbeiten da müssen uns zusammensetzen.
00:21:24: Da müssen wir etwas tun.
00:21:27: Zum einen um den Appell an die Regierung, Gesetzgebungsverfahren wirklich jetzt auch durchzusetzen.
00:21:34: Die Versprechen einzuhalten, die gegeben wurden.
00:21:38: Wir haben noch einige liegende Gesetzgebungeverfahren.
00:21:41: Ich sage mal das Arbeitszeitgesetz steht kurz bevor in der Änderung.
00:21:46: da sind wir sehr gespannt was da auf uns zukommt.
00:21:49: Wir habe andere Gesetzgebungen verfahren.
00:21:52: also da wirklich der Appell ein bisschen flotter vorzugehen.
00:21:57: Wir sind dabei auch über eine Umstrukturierung des Verbandes nachzudenken.
00:22:02: Wie können wir schneller reagieren und agieren, Abstimmungsprozesse verfeinern?
00:22:09: Wenn wir heute Stellungnahmen abgeben dürfen dann haben wir oft nur eine Frist von einer Woche.
00:22:16: das ist viel zu kurz um in dem Verband eine Meinung einzuholen.
00:22:20: aber auch hier Hoffen wir, dass das besser wird und wir als Verband müssen uns noch stärker und mehr einbringen in die Themen Technik.
00:22:30: Wir müssen auch hier uns breiter aufstellen.
00:22:33: Wir hätten gerne weitere Technikfirmen als Mitglieder um das Portfolio noch besser anbieten zu können.
00:22:39: Da müssen wir aber überlegen was bieten wir diesen Firmen?
00:22:42: Da sind wir gerade im Prozess, sie dürfen nicht vergessen.
00:22:45: Im Mai letzten Jahres neuer Präsident, neue Vizepräsidenten und eine Präsidentin ... Wir sind dann noch in den ersten Gesprächen aber wir sind auf einem guten Weg Und werden hier für die Zukunft uns noch besser aufstellen.
00:23:00: Zum Schluss vielleicht noch was zu diesem Podcast.
00:23:02: der ist jetzt ganz neu sozusagen aus der Taufe gehoben worden.
00:23:06: Was könntet ihr denn bieten?
00:23:08: Aus ihrer Sicht in Sachen Kommunikation und Austausch?
00:23:12: Sie haben es eben schon gesagt, das ist ja ein Riesenportfolio was der Verband anbietet.
00:23:17: Das war jetzt mal die Aufgaben, die die Geschäftsstelle hat und genauso einen Riesen-Portfolio bieten ja unsere Mitglieder an.
00:23:24: Und hier die abzuholen, die in der Sicherheitswirtschaft noch nicht so vertraut sind glaube ich, sind dieses Podcast.
00:23:31: Wir werden versuchen alle Themen die der Verband anbietet und die uns begleiten hier vorzustellen immer von den Fachmenschen, die die Fachausschüsse oder die Themen begleiteten Und so können wir den Zuhörern anbieten Sicherheitswirtschaft ist interessant es vielfältig und auch unser Image damit verbessern und mehr in die Themen reinzubringen.
00:23:57: Genau, das ist mehr als zwischen Tür und Angel.
00:23:59: Und mehr als mal ein Fact sheet rauszubringen.
00:24:02: hier können wir miteinander reden.
00:24:04: Wir haben es gehört jetzt in den letzten Minuten spannendes erfahren von Ihnen.
00:24:08: also ich wusste vieles nicht wahrscheinlich viele andere auch nicht und genau das ist der Sinn dieses Podcasts dass wir miteinander Reden übereinander reden und auch ein bisschen in die Tiefe gehen können.
00:24:17: herzlichen Dank Frau Okpara.
00:24:19: Ich danke auch Ihnen Herr Luxemburger hat mir viel Spaß gemacht.
00:24:22: Das war der podcast Folge zwei und wir sind schon gespannt was die nächsten Folgen bieten und welche Gäste wir hier begrüßen dürfen.
00:24:31: Herzlichen Dank nochmal und einen schönen Tag, ciao!
00:24:33: Danke,
00:24:47: tschüss!
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